Meine Hoya- Sammlung



Als ich vor Jahren begann, mich für Hoya's zu interessieren, hatten wir noch kein Internet und es war schwierig, etwas über diese Gattung zu erfahren. Es gab 2 Hefte von der KuaS ( Kakteen und andere Sukkulente - Zusammenschluß von Kakteen - und Sukkulenten -Liebhabern ), in denen Herr Uwe Scharf über Hoya einen informativen Bericht veröffentlichte - und via Firma Kakteen-Haage in Erfurt - die Auflistung beschriebener und unbeschriebener Hoya- Arten von einem holländischen Wissenschaftler. Ich war anfangs sehr froh, diese Veröffentlichungen zu haben. So konnte ich mir doch wenigstens ein Bild über diese Gattung machen.
Früher hatte ich Hoya's immer bei Kakteen angesiedelt, aber das ist nicht richtig. Hoya's leben in tropischen Wäldern - auf den Philippinen, Java, Bali, Indien, Ceylon, Sumatra - überall dort, wo hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Die Temperaturen sind - bedingt durch verschiedene Höhenlagen - unterschiedlich.
Durch eine lange, ununterbrochene Evolutionsperiode haben sich Hoya besser an ihre Umgebung angepaßt als ihre Verwandten in anderen Familien. Dadurch entstand eine große Artenfülle. Von der Gattung Hoya sind etwa 300 - 500 Arten beschrieben, wobei man vermutet, daß dabei viele Doppel - und Mehrfachbeschreibungen sind.
Auch in heutiger Zeit werden immer noch neue Arten entdeckt und beschrieben. Daher sollte man, wenn man bei einem seriösen Händler eine Pflanze , nur mit einem Zahl als Artenangabe erwirbt, diese unbedingt aufheben, hierbei handelt es sich dann um eine Sammel - ( Feldnummer ), die evtl. einmal später bestimmt wird.
Die meisten Hoya sind Schlingpflanzen, welche meterlange kahle Triebe bilden , nur um an's Licht zu gelangen. Und an diesen langen Trieben sitzen oftmals die Blütenstände, - weil Betäuber so viel besser an die Blüten gelangen können als im Blättergewirr mehrerer Pflanzen.
Also - Triebe nicht abschneiden.
Die Hoya gehören nach neuesten molekularbiologischen Untersuchungen zur Familie Asclepiadoideae - den Seidenpflanzengewächsen.
Diese (Unter) -familie umfasst ca. 200 Gattungen und etwa 2400 Arten.
U.a. Seidenpflanzen ( Asclepias )
Leuchterblumen ( Cereopegia )
Wachsblumen ( Hoya )
Aasblumen ( Stapelia )

Alles Wissenswerte über die Gattung Hoya habe ich auf " Simone's Hoya Seite" gefunden, die ich Euch hiermit vorstellen möchte.
Es ist eine phantastische Seite - von einer Dame aus Dresden. Ich denke, da ist alles beschrieben was man wissen muß.
Alle Hoya lieben helle bis sehr helle Standorte.
Die Blühfähigkeit der Pflanzen läßt sich durch Licht stimulieren.
Sie lieben keine " nassen Füße ", also keinesfalls zu viel Wasser.
Sie mögen hohe Temperaturen - ähnlich Orchideen
( Nur bei Gebirgsarten muß man sich über ihre gewünschten Temperaturen informieren ). Alles das ist wunderbar nachzulesen auf der angegebenen Seite.

Und nun meine eigenen Pflanzen:

Hoya bella "die Schöne " Hoya retusa Hoya retusa Einzelblüte
Hoya retusa Hoya kentiana Hoya linearis
Hoya kerrii Hoya kerrii Hoya kerrii
Hoya multiflora Hoya curtusii



In meiner Hoya-Sammlung befinden sich noch diese weiteren Arten, welche aber noch nicht geblüht haben. Aus diesem Grunde wollte ich sie erstmal nicht vorstellen.
Aber, ich denke, ich sollte es doch jetzt tun - dadurch können alle Berichte zusammen stehen.

Die Arten :
Hoya pubicalix
Hoya pubicalix "Red Button"
Hoya sheperdii
Hoya spec. ähnlich H.incurvula
Hoya lacunosa
Hoya purpurea
Hoya carnosa - mehrfarbige Blätter
und Dischidia ruscifolia.

Dischidien sind verwandt mit Hoya. Auch von ihnen gibt es verschiedene Arten, mit denen ich mich aber noch nicht viel befaßt habe.
Da gibt es ganz ausgefallene Anpassungen an ihre Umgebung, z.T. mit Ameisen- Gemeinschaften.
Zur Pflege von Hoya linearis ist noch folgendes zu sagen:
Es ist eine Pflanze aus feucht-kühlen Gebirgswälder des Himalaya.
Da mir meine erste Pflanze vor Jahren einging, möchte ich sie jetzt bewußter Art- gerecht pflegen. Vorher war mir nichts über sie bekannt.
Beim Besuch einer meiner Lieblingsgärtnereien -
Kamelien-Fischer/Rodgau
fand ich folgende Hoya.

Es ist Hoya calycina ssp. calyccina

Hoya calycina ssp. calyccina Hoya calycina ssp. calyccina



Um diese Hoya nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, werde ich sie hier einstellen. Irgendwie gehört sie thematisch ja auch hierher,
obwohl: ich betone , ich habe sie nicht für mich erworben - wegen der Größe.
Allerdings bat Frau M. mich, sie ihr zu schicken, was wir auch taten.

Leuchterblumen - Ceropegia L.

Die Leuchterblumen sind eine Gattung - die, nach heutigen Forschungen - zu den Hundsgiftgewächsen ( Apocynaceae ) gerechnet wird.
Diese Gattung ist durch ihre eigenartigen Blüten sehr auffallend. Die Form der Blüten bezeichnet man als Fensterblüten und ihre Bestäubung funktioniert nach dem Prinzip einer Reusen - ( oder Gleit ) falle .

Die Blütenform der Ceropegien gehört mit zu den kompliziertesten , die die Evolution hervorgebracht hat.
Durch Geruch und Behaarung werden Insekten in den aufgeblähten hinteren Teil der Blüte gelockt und durch die dort vorhandenen Härchen oder Borsten festgehalten.
Wenn die Insekten ihre Funktion erfüllt haben, werden sie wieder freigegeben.

Ungefähr 160 Arten sind zur Zeit anerkannt, aber es werden immer wieder einige neu beschrieben.
Vorkommen von den Kanarischen Inseln – über Afrika, China bis Australien.
Die Art Ceropegia radicans Schltr. – welche ich hier zeige, stammt aus SA.

Ceropegia-Arten sind ausdauernde Pflanzen , oft mit Blatt - und /oder Stammsukkulenz oder auch Wurzelsukkulenz. Es sind entweder Kletterer oder Schlinger, manche Arten besitzen auch kriechende Ausläufer.
Sie enthalten meist klaren, selten weißen Milchsaft.

Geschichtlich ist zu sagen, dass bereits Carl von Linne diese Gattung in seinem Werk „Species Plantarum“ (1753) beschrieben hat.

Beziehen kann man diese Pflanzen über Spezialgärtnereien.
Sie werden über Stecklinge , seltener über Samen vermehrt.

In meinem Besitz sind zwei Arten:

Ceropegia radicans Schl. Ceropegia radicans Schl.
Ceropegia sandersonii Decne. ex Hooker f. Ceropegia sandersonii Decne. ex Hooker f.