Die Bestäubung der Pelargonien

Extra Information: Bestäuber bei Pelargonien
  

Um es noch einmal zu betonen
Geranien haben eine radiäre Blüte mit 5 gleichen Blütenblättern und 5 Symmetrieachsen,
während Pelargonien eine zygomorphe (=nur eine Symmetrieachse zeigende) Blüte (und Nektarsporn), 2 Blütenblätter nach oben und 3 nach unten mit nur einer Symmetrieachse haben.    Siehe Abb. oben !!

Ausnahmsweise gibt es aber auch Blüten mit nur 4 (Pelargonium tetragonum) Sepalen und einige mit nur 2 Sepalen (P. asarifolium) und bei einer Art fehlen die Sepalen (Blütenblätter ) ganz ( P. apetalum).

Die größten Petalen finden sich bei P. tetragonum und P. longicaule, die bis zu 4 cm lang sein können, die kleinsten bei P. minimum und bei Peristera-Arten.

Bei den heutigen Balkon- Pelargonien ist durch Umwandlung von Staubgefäßen zu Blütenblättern die Zygomorphie nicht mehr zu erkennen.

Die Bestäubung der Pelargonien erfolgt durch verschiedene Tierarten:

1. Durch Bienen                 (d.h. Melittophylie)
2. Durch Tagfalter             (d.h. Psychophylie)
3. Durch Nachtfalter         (d.h. Sphingophylie)
4. Durch Fliegen                (d.h. Myophylie)
5. Durch Vögel                   (d.h. Ornithophylie)

Ornithophylie nur bei Pelargonium fulgidum.


Pelargonien haben verschiedenste Strategien zur Bestäubung entwickelt:
     

Von der am häufigsten vorkommenden (sog. obligatorischen)
Fremdbestäubung ( verhindert Inzucht ) , bis zur Selbstbestäubung ( was Zeit und Energie spart , z. B. bei Schuttbesiedlern ) und als Sonderform die Selbstbestäubung in der noch geschlossenen Knospe.

Die Evolution hat bei den Pelargonien (u.a.) sehr viele Tricks entwickelt um die Bestäubung der Arten zu sichern.Das ist ein unheimlich spannendes Kapitel, das hier jedoch zu weit führen würde.

Nach dem allerneuesten, mir bekannt gewordenem Stand werden heute nur 16 Sektionen anerkannt.

Fortsetzung folgt.